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Der Innere Schweinehund 25 jun 2006

Schweinehund

Du wirfst mir vor, deine schlechte Seite zu sein, der negative Einfluss, ja, gar der Teufel! Das nächste mal, wenn ich dich wieder herumgekriegt habe und du dein schlechtes Gewissen auf mich hetzt, bedenke, was ich für dich tue!

Ich zwinge dich, du selbst zu sein. Ich bin das, womit du dich identifizierst — das, was du nicht möchtest, bist du nicht und das willst du nicht sein.

Ohne mich würdest du nie das machen, was du willst, sondern nur das, was andere von dir wollen. Du kannst nicht immer nur deine Pflichten erfüllen. Vor allem musst du das mit deinem Leben machen, was du willst.

Ich entwickle deine Leidenschaften.

Dank mir verwirklichst du dich selbst. Wenn du das machst, was dir Spaß macht, dann machst du das gut. Den Rest, den du öde findest, machst du sowieso schlecht. Also lass’ das und konzentriere dich auf das, was das meiste für dich verspricht.

Und wenn du gerade wieder am Glimmstengel ziehst oder die eine oder andere Tafel Schokolade in dich hineingestopft hast, auf die du seit Jahresanfang eigentlich verzichten wolltest, dann frage dich, was du bist.

Bist du ein Genussmensch?

Dann kannst du eh nicht darauf verzichten, und wenn du dich zwingst, dann wirst du zu etwas, das du nicht werden willst, weil du eigentlich damit zufrieden bist, so, wie es jetzt ist. Es sei denn, du willst tatsächlich so werden, dann überredest du mich durch deine Entschlossenheit dazu, das Maul zu halten.

Dein
Innerer Schweinehund

 
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