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Nokia, wach auf! 6 jul 2011

Nokia hat ein Outdoortelefon. Ein einziges. Das 3720 hat kein GPS, keine Taschenlampe, keinen Kompass, kein Thermometer und ist gerade mal geschützt vor Spritzwasser. Man kann aber telefonieren, falls man da draußen Empfang hat.

Es hat eine 2.5 mm Audiobuchse. Die 3.5 mm Klinkenstecker aller Standardkopfhörer passen da nicht rein. Und wer nimmt nicht gern Adapter mit?

Seit etwa zwei Jahren überschwemmt Nokia seine Produktpalette mit Touch-Smartphones, die sich kaum voneinander unterscheiden, und auch ihre preiswerten S40-Telefone gleichen sich in den Funktionen allzu sehr (kommen aber teilweise mit Taschenlampe).

Meiner Meinung nach verschwenden sie viel zu viel Talent und Ressourcen damit, iOS und Android hinterherzuhecheln. Symbian S60 ist eine sehr ausgereifte Plattform, die es wert ist, in professionelle Geräte mit umfangreichen Features gebracht zu werden. Nur eben nicht mit Touch.

Nokia setzt alles auf eine Karte: Windows Phone 7. Realistischer wäre es aber, weiterhin auch den Kernsektor auszubauen: zuverlässige Telefone und Navigationslösungen. Neben den eigenen Navteq-Karten könnten die Telefone auch die wesentlich detaillierteren OpenStreetMap-Karten von sich aus unterstützen und Off-Road-Navigation anbieten.

Klar wird Nokia nie wieder so viele Geräte verkaufen wie in den Zeiten vor dem iPhone, doch wenn es sich nur an Smartphones klammert, wird Elops brennende Plattform wohl untergehen.

 
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