Die Bachelorarbeit habe ich vor ca. einem Monat abgegeben und scheinbar ist sie schon korrigiert. Im Online-Notenspiegel steht eine »1,5«, womit ich ausgesprochen zufrieden wäre, zumal in der Arbeit noch einiges an nicht ausgeschöpftem Potential steckt. Aber man muss ja auch auf die Zeit achten.
Wer mal schauen will, wie sie aussieht und wie das alles geTeXt wurde, kann den ganzen Kram hier laden:
ba.pdf (592 KB) oder
ba.zip (PDF, TeX, F90-Codes und Maple-Worksheets; 989 KB)
P.S.: Entschuldigt bitte die falschen Kapitälchen, ich konnte mal wieder nicht widerstehen! Echte Kapitälchen der Bitstream Charter sind für LaTeX in Arbeit und wenn die endlich zur Verfügung stehen, lade ich dann schließlich die final-Version hoch ;-)
Allan ist der Entwickler von TextMate und die treuen Fans (mindestens einige zehntausend) dieses brillianten Editors werden so etwa jedes halbe Jahr mit der Entschuldigung vertröstet, an Version 2 werde intensiv gearbeitet und man wolle ab jetzt hin und wieder im Blog über den Zwischenstand berichten. Dafür solle neben dem zusätzlichen Programmierer extra ein Schreiber angeheuert werden.
Und dann ist erst einmal wieder für ein paar Monate Funkstille.
Da fragt man sich doch: wie viel Geld kann ein Däne mit einem tollen Editor für den Mac eigentlich verdienen?
David ist der Entwickler von Calc Board und die treuen Fans (mindestens einige dutzend) schreiben hin und wieder Verbesserungsvorschläge, die sich inzwischen leider öfter wiederholen. Letzte Woche hat sogar ein lieber Däne fünf Euro gespendet.
Mittlerweile habe ich ein furchtbar schlechtes Gewissen all diesen Leuten gegenüber, denn Version 2 sollte im Sommer fertig sein. »Stay tuned! Coming soon!«
Seit dem effektiven Beginn meiner Bachelorarbeit habe ich aber nicht mehr daran gearbeitet.
Multitasking liegt mir nicht. Mehrere Projekte gleichzeitig – mal hier zwei Stunden, mal dort ein Weilchen – führt zu gar nichts, weil die jeweiligen Einarbeitungszeiten, bis die Routine kommt, zu lang sind.
Oberste Priorität hat nun natürlich die BA, die kurz vor ihrem Abschluss steht, aber eben noch ein paar Wochen braucht. Auch, wenn sie nur 7 LPs einbringt (was auch immer das letztlich bedeuten mag), so will ich zum Zeitpunkt ihrer Abgabe doch nach Möglichkeit hochprozentig mit ihr zufrieden sein. Jetzt stehen noch einige Feinschliffe und Gimmicks an, die unter anderem bedeuten, nichtlineare Fits in fünf Variablen durchzuführen und deshalb den Levenberg-Marquardt-Algorithmus in Fortran zu implementieren. Das ist zwar zusammen mit den Ergebnissen, die er liefern wird, wahnsinnig intererssant, aber verschlingt viel Zeit.
Prosa soll auch noch ein wenig hinein; das liegt mir nicht, wenn es um Theoretische Physik geht.
Tja, Calc Board muss warten, wird aber hoffentlich eines Tages auch davon profitieren. Zumindest die Phantasie-Mac-App, die ich ohne Brille am Horizont überhaupt nicht erkennen könnte, darf durchaus auch in der Lage sein, Fits durchzuführen.
Mein Betreuer sagt, es wäre gut, wenn ich meine vorhandenen C++-Programme in Fortran schreiben würde, da diese in größere Simulationen eingebunden werden sollen.
Das schöne C++ hatte ich nur verwendet, weil ich damit am vertrautesten bin und deshalb sehr schnell. Bisher ging es nur um physikalische Richtigkeit; alles ist thermodynamisch konsistent. Sehr schön!
Nun stehe ich vor dem Problem, objektorientierten Code nach Fortran übertragen zu müssen, denn ohne OOP geht’s ja mal gar nicht! Zu meiner Überraschung unterstützen Compiler für F90 bzw. F95 sogar größtenteils OOP. Beispielcode liegt auch vor: 275 Zeilen C++ entsprechen dort 425 Zeilen Fortran. Na klasse! Und dabei verschwendet Fortrancode nicht so viele Zeilen mit geschweiften Klammern. Naaaaaa klasse!
Nun müssen nur noch die Compiler meiner Abteilung damit klarkommen. Bin gespannt.
Okay, ich kämpfe mich durch…
edit: Offenbar unterstützen Fortran 90 und 95 OOP-Paradigmen nur sehr lustlos auf Umwegen und mit Tricks. Das treibt mich noch in den Wahnsinn hier!